Hasenbart

29. April — 5. Mai 2026 · Solo

GoOst
2026

Einmal richtig Richtung Osten: über die Alpen nach Ljubljana, Zagreb — und weil das Ende noch nicht das Ende war, weiter ans Meer nach Rijeka.

1'064 km — 11'237 hm — 7 TageZürich → Zagreb → Rijeka57:30 h auf dem VeloNapred, samo napred

Das Warum

Das Ziel? Ex-Jugoslawien. Das Land meiner Wurzeln. Mit dem Velo, von der Haustür aus. Ljubljana war das erste grosse Ziel. Zagreb das zweite. Und das Meer — das Meer ist immer das Ziel. Wenn man kann.

Napred, samo napred.

07

Tage

1'064

Kilometer

11'237

Höhenmeter

57:30

Auf dem Velo

Die Route

Vier Länder, ein Meer

ZürichRheintal SGBichlbach, TirolPustertal, SüdtirolDrautal, KärntenLjubljanaZagrebRijeka

Aus den originalen GPX-Aufzeichnungen

Das Logbuch

7 Tage, 7 Etappen

29. April 2026 · ZollikerbergRheintal SG

So mal richtig Oste 💙

0 km▲ max 721 m109 km

109

Kilometer

1'216

Höhenmeter

5:47

Fahrzeit

Hauruck-Aktion. Wie immer eigentlich. Los ging's erst gegen Mittag — frisch aus der Verletzung. Also nur 100 Kilometer. Vernunft. Ich kenne sie doch. Das Hotel: super. Der Gegenwind: hätte es am ersten Tag nicht gebraucht. Er ist trotzdem mitgekommen. Und geblieben.

Etappe 1: Zollikerberg nach Rheintal SG — Bild 1
Etappe 1: Zollikerberg nach Rheintal SG — Bild 2
Etappe 1: Zollikerberg nach Rheintal SG — Bild 3
Etappe 1: Zollikerberg nach Rheintal SG — Bild 4

30. April 2026 · Rheintal SGBichlbach, Tirol

5 km/h Gegenwind. Hat Spass gemacht 😭

0 km▲ max 1133 m139 km

139

Kilometer

2'013

Höhenmeter

7:49

Fahrzeit

Früh los. Motiviert. Erste Grenze, erstes Land weg. Vorarlberg: coole Gravel-Passagen, sehr oft sehr allein. Genau so mag ich das. Dann die zweite Tageshälfte: fünf Stunden Gegenwind. FÜNF. Dazu Hitze. Ich habe mit ihm diskutiert. Er hat gewonnen.

Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 1
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 2
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 3
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 4
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 5
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 6
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Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 1
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 2
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 3
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 4
Etappe 2: Rheintal SG nach Bichlbach, Tirol — Bild 5

1. Mai 2026 · BichlbachPustertal, Südtirol

150 km reichen dann auch.

0 km▲ max 1382 m161 km

161

Kilometer

2'062

Höhenmeter

8:44

Fahrzeit

1. Mai. Feiertag. Wusste ich natürlich. Nicht. Also: alle Autos Österreichs am ersten Pass. Egal. Danach runter, weg von den Strassen — extrem cool. Und dann das Wunder von Tag 3: Die Rumpfstabilität ist zurück. Bürojob-Kolleg:innen, ihr kennt das. Ab Tag 3 macht der Körper einfach mit. Innsbruck: sehr, sehr steil auf der Hauptstrasse hoch. Hochgekämpft. Ohne Murren. Fast. Oben auf dem Plateau: wunderschön. Die Abfahrt: sensationell.

Etappe 3: Bichlbach nach Pustertal, Südtirol — Bild 1
Etappe 3: Bichlbach nach Pustertal, Südtirol — Bild 2
Etappe 3: Bichlbach nach Pustertal, Südtirol — Bild 3
Etappe 3: Bichlbach nach Pustertal, Südtirol — Bild 4
Etappe 3: Bichlbach nach Pustertal, Südtirol — Bild 5
Etappe 3: Bichlbach nach Pustertal, Südtirol — Bild 6
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Etappe 3: Bichlbach nach Pustertal, Südtirol — Bild 1

2. Mai 2026 · PustertalDrautal, Kärnten

Gratis den Fluss runter. We call it a Flachetappe mit −2 % Gefälle 🤣

0 km▲ max 1218 m171 km

171

Kilometer

1'516

Höhenmeter

8:35

Fahrzeit

Die Erholungsetappe. Sehr lange ein, zwei Prozent runter, das Tal entlang. Kilometer machen. Velofahrer überholen. Anständig grüssen, logisch. Und dann dachte ich, ich bin schlauer als die Navigation. Abkürzung. HA. Alles zurückgefahren, plus das steile Stück obendrauf. Abends die nächste Überraschung: Hotel weg. Dafür Vier-Sterne-Familienapartment mit Badewanne. Und geschlossener Küche. Znacht: Reste aus dem Notbeutel von der Tankstelle. Hungrig ins Bett. Don't be stupid, right.

Etappe 4: Pustertal nach Drautal, Kärnten — Bild 1
Etappe 4: Pustertal nach Drautal, Kärnten — Bild 2
Etappe 4: Pustertal nach Drautal, Kärnten — Bild 3
Etappe 4: Pustertal nach Drautal, Kärnten — Bild 4
Etappe 4: Pustertal nach Drautal, Kärnten — Bild 5
Etappe 4: Pustertal nach Drautal, Kärnten — Bild 6
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Etappe 4: Pustertal nach Drautal, Kärnten — Bild 1
Etappe 4: Pustertal nach Drautal, Kärnten — Bild 2

3. Mai 2026 · DrautalLjubljana

Ljubljana City

0 km▲ max 1081 m164 km

164

Kilometer

1'254

Höhenmeter

8:40

Fahrzeit

Frühstück dazugebucht. Teuer. Jeden Rappen wert. Dann: die Grenze nach SLOWENIEN. Ich war noch nie da. Die Schweiz des Balkans, sagen sie. Sie haben recht. Auf den letzten 15 Kilometern kam spontan ein Kollege mit und hat mir die Stadt erklärt. Danke dafür. Ljubljana: kleiner Fluss, wunderschöne Altstadt, cooles Hotel. Znacht: Cevapcici. Waren okay. Ich bin verwöhnt, ich kann nichts dafür. Danach McDonald's. Als Belohnung. Für die Cevapcici.

Etappe 5: Drautal nach Ljubljana — Bild 1
Etappe 5: Drautal nach Ljubljana — Bild 2
Etappe 5: Drautal nach Ljubljana — Bild 3
Etappe 5: Drautal nach Ljubljana — Bild 4
Etappe 5: Drautal nach Ljubljana — Bild 5
Etappe 5: Drautal nach Ljubljana — Bild 6
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Etappe 5: Drautal nach Ljubljana — Bild 1
Etappe 5: Drautal nach Ljubljana — Bild 2

4. Mai 2026 · LjubljanaZagreb

The end in Zagreb 🤩

0 km▲ max 791 m158 km

158

Kilometer

958

Höhenmeter

7:59

Fahrzeit

Raus aus den Alpen. Ein steiler Hügel, dann flach. Flach ist gut für die Beine und Gift für den Kopf. Geradeaus, leicht runter, Horizont. Gähn. Aber dann: Kroatien. Velowege, von denen man nur träumen kann. Gucci Gravel, würde Dominik sagen. Nur die Stadteinfahrt habe ich verbockt: Schnellstrasse statt Gravel. Warum? Abkürzung. Schon wieder. Manche lernen es nie. In Zagreb dann ein sehr cooles Apartment für sehr wenig Geld, ein heisser Abend, in Flip-Flops durch die Stadt wie ein Penner. Es war herrlich.

Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 1
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 2
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 3
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 4
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 5
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 6
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Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 1
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 2
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 3
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 4
Etappe 6: Ljubljana nach Zagreb — Bild 5

5. Mai 2026 · ZagrebRijeka

The end end — ans Meer nach Rijeka

0 km▲ max 870 m162 km

162

Kilometer

2'218

Höhenmeter

9:55

Fahrzeit

Eigentlich war Schluss. Zagreb, fertig, am nächsten Tag Mittagessen mit Dejan im Norden. Eigentlich. Aber die Beine waren gut. Zu den 1'000 Kilometern fehlte nicht mehr viel. Ist nur eine Zahl, ich weiss. Der Dominik würde sich aufregen. Aber das Meer ist immer das Ziel. Wenn man kann. Also: Süden. Napred, samo napred. Dann wurde es dunkel. Lampe eins: leer. Kopflampe: Minimum. 22 Uhr, ein Stausee im Nirgendwo, 30 Kilometer bis zum Hotel. Gestrandet. Plan B: Not-Bivy, Unterschlupf neben einem Container. Essen war genug da — das Wichtigste, bei mir. Plan A: das Hotel anrufen. Und dann kamen sie. Der Hausmeister und die Hotelmanagerin. Um 22 Uhr. Mit dem Kombi. Velo in den Kofferraum, ich halb gebückt daneben. Die Sprache hat geholfen — sofort war da Vertrautheit. Ich habe noch nie in meinem Leben in einem so bequemen Bett geschlafen. NOCH NIE. Das Meer habe ich mir am Morgen angeschaut. 1'000 Kilometer. Nur eine Zahl. Aber meine.

Etappe 7: Zagreb nach Rijeka — Bild 1
Etappe 7: Zagreb nach Rijeka — Bild 2
Etappe 7: Zagreb nach Rijeka — Bild 3
Etappe 7: Zagreb nach Rijeka — Bild 4
Etappe 7: Zagreb nach Rijeka — Bild 5
Etappe 7: Zagreb nach Rijeka — Bild 6
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Etappe 7: Zagreb nach Rijeka — Bild 1
Etappe 7: Zagreb nach Rijeka — Bild 2

Epilog

Die Rückreise

Der letzte Tag. Nicht mehr aufgezeichnet. Für Schweizer Augen: ein Murks. ÖV? Kennen die Jugos nicht. Der Bus kam nie. Der erste Taxifahrer wollte kein Velo. Und der einzige Platten der ganzen Tour? Am allerletzten Tag. Am einzigen Stein weit und breit. Logisch.

In Rijeka dann: ein sehr cooler Taxifahrer. 100 Kilometer nach Triest. Letztes Znacht, Champions League im Hotelzimmer. Und am Morgen gemütlich mit den neuen italienischen Zügen zurück in die Schweiz. Die sind richtig gut. Richtig gut.

Fazit

Typ-2-Spass

Meine längste Tour. In Kilometern. Und in Tagen mit 150+ Kilometern am Stück. Die wichtigste Erkenntnis: Der Körper gewöhnt sich. An alles. Man wird extrem fit — gerade unsereins, die unter dem Jahr eher, sagen wir: beschäftigt sind. Ich habe mich lange nicht mehr so gut gefühlt wie in den Wochen nach dieser Tour.

Man nennt so etwas Typ-2-Spass: Während der Fahrt macht es keinen Spass. Danach umso mehr. Stimmt. Beides.

The end end.

Von der Haustür in Zollikerberg bis ans Mittelmeer-Blau der Kvarner Bucht. Vier Länder, elftausend Höhenmeter und ein Velo, das alles mitgemacht hat.

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